Wachtküppel
Der Wachtküppel ist mit seinen 705 Metern Höhe einer der markantesten Berge der hessischen Rhön und liegt im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Aufgrund seiner markanten Form wird er auch liebevoll „Spitzbub“ oder „Lausbub der Rhön“ genannt.
Besonders ins Auge fällt der Wachtküppel durch seinen felsigen Gipfel und das weithin sichtbare Gipfelkreuz. Geologisch handelt es sich um den Überrest eines ehemaligen Vulkanschlots, dessen vulkanischer Ursprung bis heute deutlich erkennbar ist.
Am Fuße des Berges befindet sich die Wendelinuskapelle, die häufig auch einfach als Kapelle am Wachtküppel bezeichnet wird. Direkt in ihrer Nähe stehen mehrere Parkplätze zur Verfügung, die einen idealen Ausgangspunkt für Wanderungen durch die hessische Rhön bilden.

Zu den bekanntesten Wanderwegen zählt der gut ausgeschilderte Wasserkuppen-Rundweg. Die rund 39 Kilometer lange Strecke verbindet zahlreiche Höhepunkte der Rhön, darunter die Wasserkuppe, die Fuldaquelle, das Rote Moor, den Himmeldunkberg, den Wachtküppel, die Ruine Ebersburg sowie den Pferdskopf. Er zählt zweifellos zu den schönsten Rundwanderwegen der Region.
Wer den Gipfel erreicht, wird mit einer beeindruckenden Aussicht belohnt. Der Blick reicht über das Fuldatal bis zur Milseburg, zum Pferdskopf und zur Wasserkuppe. Darüber hinaus schweift der Blick über Gersfeld hinweg bis zum Simmelsberg sowie zur Bergkette mit Schachen, Eierhauck und Dammersfeld.
Der Wachtküppel gehört geografisch zum Gersfelder Ortsteil Maiersbach und liegt zwischen den Gersfeld und Poppenhausen (Wasserkuppe).
Eine besondere geologische Besonderheit macht den Berg zusätzlich interessant: Das Gestein enthält einen ungewöhnlich hohen Anteil an Magnetit. Dadurch entsteht eine magnetische Anomalie, die dazu führt, dass herkömmliche Magnetkompasse in diesem Bereich keine zuverlässigen Richtungsangaben liefern.